Heute vor acht Jahren…..
April 17, 2007 at 9:55 | In sam(antha) | Leave a Comment……kamen 12 Beaglechen zur Welt. Leider starben zwei deiner Geschwister kurz nach der Geburt. Schon am zweiten Tag sah ich dich das erste Mal. Nur noch die zweifarbigen Damen waren zu vergeben. Als André meinte: „Wir nehmen den mit weniger weiß, der wird ni so schnell dreksch“, war die Entscheidung gefallen. Wir besuchten dich fast jede Woche und nach 8 Wochen durftest du mit nach Hause.
Der Start in unser gemeinsames Leben war nicht leicht. Niemand wollte bei uns einen Hund, immer hiess es: „Nächstes Jahr“ oder „Wir brauchen vorher einen Zaun“ oder „Ein Schäferhund wäre besser“. Ich wollte eigentlich einen Staffmix, bis mir der erste leibhaftige Beagle begegnete und ich mich auf der Stelle verliebte habe. Dann sah ich die Annonce in der Zeitung und habe André überzeugt (gezwungen), dich anzuschauen. Schon am selben Abend habe ich dem „Züchter“ gesagt, dass du definitiv mein Hund wirst. An das Theater in der Familie will ich besser gar nicht erinnern.
Als wir dich mit acht Wochen abholten und in das Auto einstiegen, habe ich deinen süssen kleinen Beaglekopf an die Autotür geknallt – entschuldige. Hiermit entschuldige ich mich auch für bisherige und noch kommende Fehler mein Engel. Die Heimfahrt hast du auf meinem Arm verschlafen und zu Hause angekommen, hast du weiter geschlafen. Als die Familie dich das erste Mal sah, meinten sie: „Das ist ein Hund? Sieht aus wie ein Schwein!“ Du hast das geflissentlich ignoriert und dich mit Gismo duelliert, eine Feindschaft, die ihr bis zu seinem Tod beibehalten habt. Wir wuchsen zusammen, irgendwann warst du nicht mehr weg zu denken und die ganze Familie liebt dich inzwischen und mit der „neuen“ Katze Motte hast du eine innige Freundschaft aufgebaut.
So verging die Zeit ………Bis zum Oktober letzten Jahres. Ich habe dich schon im Beaglehimmel gesehen, denn ich wollte nie, dass du Schmerzen leiden musst. Mein Herz hat geblutet, als du vor Schmerz geschrieen hast, als du nächtelang stöhnend umhergelaufen bist und als du eines morgens nicht mehr aufstehen konntest, fürchtete ich das Schlimmste. Aber du hast es geschafft, du bist eine Kämpferin, du wolltest leben, du wolltest schmerzfrei und fröhlich sein – du hast es geschafft. Inzwischen ist von der Narbe und der Rasur kaum noch etwas zu sehen. Nur ich merke noch, dass du gelegentlich instabil auf der Hinterhand bist und dich im Spiel mit anderen vorsichtig verhältst. Beim Fressen, beim Clickern, beim Schnüffeln, beim Schmusen bist du immer vorneweg. Wie oft habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, zu wenig Zeit mit dir zu verbringen. Aber du bist so genügsam. Du schläfst auf der Couch, ich sprech dich an, du wedelst mit deinem Schwanz, wir kuscheln kurz und dann lerne ich weiter und du bist einfach nur seelig, seelig, weil du bei mir sein darfst. Ich hätte nie geglaubt, dass du mein Herz so für dich ein nimmst. Das ich dich lieb haben werde, war mir klar. Aber abgesehen vom alltäglichen Spaziergang und den Spiel- Kuschelstunden mit Dir, hätte ich nie geglaubt, dass ich alles für dich tun werde. Mein Leben nach dir ausrichte, nachts aufstehe um zu schauen, ob du gut liegst, ständig Leinen/ Halsbänder/ Geschirre kaufe, teures Trockenfutter oder einen Herzinfarkt bekomme, wenn du schief kuckst – all das hätte ich mir nie träumen lassen. Das ich mit einem Hund jeh solch eine Einheit bilde, hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können. Bevor ich dir ein Kommando gebe (ausser: komm hier), weißt du schon, was ich will und führst es aus. Komme ich auf den Hof, bist du an meinen Beinen, sogar wenn die ganze Familie da ist, weiß ich dich immer in meiner Nähe, denn auf mich bist du fixiert. Ich bin dankbar für deine Liebe/ dein Vertrauen zu mir und dein Platz in meinem Herzen ist für dich auf ewig reserviert.
Ich wünsche mir, dass du noch viele viele Jahre an meiner Seite bist – denn du bist mein Herzhund.
Katharina hat mir das zu meinem Geburtstag gebastelt, aber eigentlich ist es für dich:
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